Geölte Festplatte: Die Top 10 der kuriosesten Datenverluste

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Datenschwund ist immer. Speziell, wenn Waschmaschinen, Fallschirme und Ölflaschen ins Spiel kommen.

Kroll Ontrack ist weltweit im Geschäft der Datenrettung. Wie Ärzte in der Notaufnahme sehen sie dabei die kuriosesten Ausrutscher. Hier ihre aktuelle 2007er-Top-10-Liste der spektakulärsten Fälle von Datenverlust.

10. Waschmaschinenfeste Daten – Eine gründliche Frau steckte ihren USB-Stick in die Hosentasche und das Kleidungsstück später für einen kompletten Waschgang in die Maschine. Die Flecken waren raus – und die Daten auch. Und das ohne schleudern oder kochen.

9. Fürsorgliche Väter – Ein Mann eilte nach Hause, um seine kleine Tochter ja pünktlich zu füttern. Dabei vergaß er sein USB-Stick in der Hemdtasche. Es kam wie es kommen musste: Die Daten versanken im  heißen Apfelbrei.

8. Fischers Fritz – Ein Angler nahm sein Notebook im Ruderboot mit, um bei der ganzen Warterei auch am Bildschirm fischen zu gehen. Als ein echter kapitaler Brocken anbiss, ging im schwankenden Kampf leider das Notebook als nachträglicher Köder über Bord. Schwacher Trost: Es war ein Süßwassersee.

7. Doppelbelichtung – Ein Hochzeitsfotograf dachte sich, er spart sich viel Zeit und Geld, wenn er auf digitale Technik umstellt. Doch wer hastig und sorglos mit den Daten umgeht, wird womöglich von der enttäuschten Braut umgehauen. Der Knipser hatte die Fotos einer Traumhochzeit mit den frischen Daten eines anderen Events überschrieben. Zu seinem Glück war die Hochzeitsreise lang genug für eine Daten-OP.

6. Echt ätzend – Ein Wissenschaftler verschüttete während eines Experiments Säure auf ein externes Laufwerk. Das Ergebnis: Perforierter luftgekühlter Schrott.

5. Gut gezielt – Während einer hitzigen Diskussion warf ein australischer Geschäftsmann seinem Geschäftspartner einen USB-Stick an den Kopf. Der Stick zerbrach nicht am Dickschädel des Gegenübers, aber nach dem Fall auf dem Steinfußboden.

4. CD-Inferno – Ein Feuer in einem Büro zerstörte alle Computer, Laufwerke und Backups. Restlos. Übrig ließen die Flammen nur ein paar CDs. Sie steckten in Hüllen, die um sie herum geschmolzen waren. CD-Brennen einmal anders.

3. Im Labor wird geschmiert – Ein britischer Wissenschaftler konnte sich nicht auf ein wichtiges Experiment konzentrieren – seine Festplatte quietsche gar erbärmlich. Kurzerhand bohrte er ein Loch ins Gehäuse und träufelte Öl hinein. Das half: Das lästige Geräusch war weg – die Daten auch.

2. Falltest – Fallschirme müssen regelmäßig auf ihre Funktion getestet werden. Das macht man gerne durch einen praktischen Versuch – per Abwurf aus dem Flieger. Bei fragwürdigen Kandidaten am besten ohne menschlichen Probanden. Für die Dokumentation des Sinkfluges wird eine Digicam als Fracht angehängt. Doch in diesem Jahr versagte ein Fallschirm komplett. Blöd nur: Um zu wissen, warum, brauchten die Tester die Bilddaten aus der völlig zerschmetterten Kamera. Sie sollten noch ein wenig an ihrem Testaufbau feilen.

1. Das große Krabbeln – Als ein Fotograf in Thailand feststellte, dass sich Ameisen in seiner externen Festplatte eingenistet hatten, entfernte er das Gehäuse und sprühte Insektenspray ins Innere. Die Ameisen überstanden das besser als die Daten. (rm)


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