Gartner empfiehlt Firmen das Update auf Vista

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Unternehmen, die Windows Vista komplett auslassen und erst für dessen Nachfolger einen Umstieg planen, könnten Schwierigkeiten bekommen, raten die Marktforscher von Gartner.

Dass viele Unternehmen mit einem Betriebssystem-Update von Windows XP auf Windows Vista noch zögern, ist allgemein bekannt. Die Entscheidung dafür, das aktuelle Microsoft-System bei der ITPlanung von vornherein komplett außen vor zu lassen, sollte jedoch laut den Marktforschern von Gartner ebenfalls gut überlegt sein.

Aktueller Anlass, auf mögliche künftige Probleme hinzuweisen, ist eine Umfrage in England, nach der 65 Prozent aller Befragten Unternehmen das Update auf Windows Vista von vornherein unterlassen und gleich auf dessen Nachfolger Windows 7 warten wollen.

Gartner verweist auf ein bereits bekanntes Szenario: “Unternehmen, die versucht haben, Windows 98, Windows 2000 oder Windows XP auszulassen, hatten mit Support-Problemen von Drittanbietern zu kämpfen und mussten übereilt oder gar zwangsweise umsteigen”, heißt es bei Gartner. Und wer jetzt den Vista-Umstieg auslässt, der könnte auf genau die gleichen Probleme stoßen. Zwar habe Microsoft Support für Windows XP bis ins Jahr 2014 angekündigt, doch für Drittanbieter heißt das nichts, denn sie könnten schon früher ihren Support für ihre Windows-XP-Programmversionen einstellen. Gerechnet wird damit im Jahr 2010, und ab 2012 werden Hersteller flächendeckend Windows XP gar nicht mehr unterstützen, schätzt Gartner.

Auch das Warten auf Windows 7 kann sich hinziehen. Versprochen ist ein Zeitraum von drei Jahren nach Vista-Einführung. Doch Microsofts Ruf bei der (pünktlichen) Veröffentlichung neuer Betriebssysteme ist nicht der Beste, betont Gartner.

Wer beim Umstieg Vorsicht walten lassen möchte, dem wird zum schleichenden Wechsel geraten: Vista kommt in kleinen Schritten ins Haus, immer dann, wenn auch alte Hardware durch neue ersetzt werden muss. (tkr/mr)

Bild:Microsoft

(TomsHardware-pc-pro.de)

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