Britischer Premier verlangt Gute Taten von Google

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Weil die UNO weit hinter ihren Zielen hinterherhinkt, will Gordon Brown Firmen wie Google und Vodafone mit ins Boot der Armutsbekämpfung holen.

Eine Reihe großer Unternehmen, darunter Google und Vodafone, will der britische Premierminister Gordon Brown für Entwicklungshilfeprojekte gewinnen. Die Tageszeitung ‘The Guardian’ berichtet unter der angriffslustigen Überschrift “Brown woos Google in poverty push“, Brown führe bereits Verhandlungen mit Internet- und Telekommunikations-Konzernen, Investmentbanken und Supermarktketten.

Ein Notfallplan mit Industriebeteiligung solle dabei helfen, die UNO-Pläne zur Armutsbekämpfung bis 2015 zu erreichen. Dazu zählten auch Investitionen in funktionierende Gesundheitssysteme, erklärt Unicef-Gesundheitsbeauftragter Peter Salama. Damit meint er nicht nur die Organisation der entsprechenden Behörden: in die Technik dahinter muss auch investiert werden – und da macht Browns Plan der Industriebeteilung noch mehr Sinn. Gleichwohl bemängeln die Konservativen, Brown habe im nationalen Gesundheitssystem zu viel gespart – wieso er das Geld von der Industrie nicht fürs eigene Land einfordere, sei ihnen rätselhaft. (mk)

Bild: Wikimedia Commons

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