China brüstet sich mit weltweit größter Handyproduktion

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Nach einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua hat China bis Ende des Jahres ganze 500 Millionen Mobiltelefone produziert. Man rechne da auch Taiwan mit ein, kritisieren die Inselbewohner.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Xinhua rechnet die Regierung der Volksrepublik China damit, bis Ende 2007 nahezu 500 Millionen Mobiltelefone in China produziert zu haben.

Das seien nach Schätzungen des chinesischen Ministeriums für die Informationsindustrie mehr als 40 Prozent der weltweiten Handyproduktion. Im Vergleich zu 2006 ergäbe dies eine Steigerung um 41 Prozent.

“Offenbar inkludieren diese Zahlen auch die Produktion, die Hersteller im ‘Festlands-China’ auch für taiwanische Unternehmen unternommen haben”, frotzelt nun ein taiwanischer Techniker in Deuschland gegenüber der Redaktion “IT im Unternehmen”. Er will aber seinen Namen “aus naheliegenden Gründen” nicht veröffentlichen lassen. “Die eigenttichen Vertragspartner für viele westliche Handy-Unternehmen sind die Taiwaner, die China fälschlicherweise als chinesisch einstuft”, fügt er an. Fakt ist: Hergestellt wurden die Geräte trotzdem in der Volksrepublik.

Dass “die Chinesen” am Ende ihrer Meldung noch erwähnen, dass der Umsatz der eigenen Produktion in China selbst gesunken sei – nur 62,3 Prozent der dort verkauften Nokia-Geräte – wäre nur eine Ablenkung von den wahren Fakten.

Aussagen von Chinesen und Taiwanern über ihre Marktmacht stoßen eben immer auf dünne Nerven der Gegenseite – angesichts der politischen Anspannung zwischen der “Silizium-Insel” und dem kommunistischen Land. (mk)

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