Seiko Epson: Fernseher mit Rückprojektion sind tot!

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Das war ein kurzer Ausflug für die Seiko Epson Corp: Erst 2004 brachte das Unternehmen seine Rückprojektions-TV-Geräte auf den Markt. Nun sehen wir gerade die letzten Exemplare im Fernsehgeschäft.

Wer sich schon immer gewundert hat, dass die Asiaten mit ihren traditionell winzigen Wohnungen ausgerechnet die großvolumigen Geräte mit von hinten angestrahlter Leinwand bauten, braucht sich keine weiteren Gedanken machen: Die Konsumenten weltweit haben diese Technik kaum geliebt. Die Absatzzahlen, ohnehin nie wirklich gewaltig, schmolzen in den vergangenen Jahren auf ein kümmerliches Niveau ab. Dabei glaubten die Hersteller doch tatsächlich an eine ernsthafte Alternative zur LCD- und Plasmatechnologie. Statt dessen entschied sich der Konsument eher für die ehrliche Frontprojektion und kaufte sich die schicken, immer leiser und kleiner werdenden Beamer.
Ergebnis: Seiko Epson ging für 2007 von nur noch 11.000 verkauften Rückprojektions-Hubern aus. Und selbst diese niedrige Planzahl wurde vermutlich nicht einmal erreicht. Mit der Produktionseinstellung beschritt nun also auch Seiko Epson jenen Weg, den Wettbewerbern wie Sony und Hitachi schon vor Monaten einschlugen. Damit dürfte das Thema so gut wie erledigt sein. Allerdings sollen ein paar Seiko-Ingenieure weiterhin an der Technologie herumschrauben. Das Ziel sei, eine platzsparende Front-Projektionstechnologie zu entwickeln – quasi die Verschmelzung aus Wand und Beamer. (rm)

Guardian