eBay in Frankreich unter Beschuss

E-CommerceMarketingNetzwerkePolitikRecht

Eine französische Regulierungsbehörde hat eBay vor Gericht gebracht, damit es sich den gleichen Bedingungen unterwirft wie französische Auktionshäuser.

In Frankreich benötigen Auktionshäuser seit dem Jahr 2000 eine Genehmigung der Behörden. Auf diese Weise sollen die Verbraucher besser vor Betrügern geschützt und der Handel mit gefälschten Produkten unterbunden werden. eBay sieht sich allerdings nicht als traditionelles Auktionshaus, sondern als Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer – schließlich versteigert man die Waren nicht selbst, sondern die Verkäufer stellen sie ein.

Dass eBay dennoch ein normales Auktionshaus sei, will nun eine französische Handelsbehörde vor Gericht feststellen lassen – und eBay damit den gleichen Regularien unterwerfen wie die Konkurrenten. Die sehen sich durch die Sonderstellung des Online-Auktionators nämlich benachteiligt. Man hätte in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Beschwerden über Betrugsfälle bei eBay erhalten – sei es das Nutzer gefälschte Produkte verkauften oder solche, die sie gar nicht besaßen und folglich nach Bezahlung auch nicht liefern konnten. Zudem soll es unter den eBay-User Fälle von Steuerhinterziehung geben. (dd)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen