Supercomputer: 2008 wird das “Petaflop” erreicht

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Im Rennen um den schnellsten Supercomputer der Welt ist in den USA der “Roadrunner”, der als erster Supercomputer 1 Petaflop Rechenleistung erreichen soll, fast fertig.

IBM führt nach wie vor die Liste der Anbieter schneller Supercomputer an – und steckt auch hinter dem Projekt Roadrunner, das aus Cell-Blades und AMD-Opteron-Prozessoren aufgebaut wird. Den schon 2006 angekündigten Hochleistungsrechner baut “Big Blue” für das US-Energieministerium.

Wissenschaftler des Ministeriums wiederum erzählten nun Journalisten der Washington Post die wahre Leistung: Die Maschine soll die geplanten 1000 Billionen Berechnungen pro Sekunde, also das Petaflop, auch schon in der Praxis erreichen (der bisherige Spitzenreiter BlueGene/L erreichte in Tests für die neue Top-500-Liste gerade mal auf 478 Teraflops).

IBM kündigte die Petaflop-Leistung zwar Mitte November bereits selbst an, doch die Bestätigung der Wissenschaftler, mit dem noch nicht einmal fertigen Superomputer diese Leistung schon zu erreichen, zeigt, wieviel Kraft in den AMD-Prozessoren bei richtiger Vernetzung tatsächlich stecken kann,

Die Einsatzgebiete sind vor allem militärischer Natur, etwa Simulationen von Atomwaffen. Im Energieministerium will man auf dem System in Los Alamos aber auch Klimaforschung und Erdbebenvorhersage betreiben. Der Roadrunner (Website zum Projekt hier) soll rund 4 Megawatt Energie aufnehmen.

Bei Petaflops ist das Ende der Rechengeschwindigkeit noch lange nicht erreicht: Für 2018 hat IBM schon das “Exaflop” angekündigt. (mk)

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