Microsoft-Weihnachts-Robot verdirbt die Jugend

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We must destroy the filth of meatspace! Man sollte einem Chatbot eben keine schmutzigen Wörter beibringen.

Aufregung um einen gut gemeinten Service aus dem vorweihnachtlichen Redmond. Jeder MSN-Nutzer kann die Adresse northpole@live.com ansprechen und findet dort einen Santa Claus Chatbot vor. Also eine Konversationssoftware, die mit den ungeduldigen Kindern über das bevorstehende Freudenfest plaudern soll. Nun wurde der Santa-Bot aber augenscheinlich nicht von Grund auf neu programmiert, sondern irgendwo anders ‘rauskopiert und mit einer roten Mütze verziert. Jedenfalls entrüstet sich Register-Autor Chris Williams darüber, dass ihm seine beiden Nichten (11 und 13 Jahre) von unerhörten Redewendungen des weihnachtlichen Scripts erzählten. So reagierte der Robo-Santa auf wiederholte Vorwürfe, er sei durch zuviel Pizza so dick geworden und solle ruhig mehr davon essen (nein, diese vorlauten Kinder!) mit der Bemerkung, es sei ja ganz nett, über Oral-Sex zu plaudern, aber er wolle jetzt über andere Themen sprechen. Daraufhin als “dreckiger Bastard” bezeichnet, gab er diese Bezeichnung an seine Chat-Partner zurück. Die armen Kinder! Mittlerweile, so berichtet der Register in einem Update, sei der Lapsus wohl korrigiert, und Santa Clausbot gibt ausweichende Antworten auf kritische Formulierungen. Ausser, wenn es um Kuchen geht (“cake”). Dann, so berichtet ein Register-Leser, würde der rotbemäntelte Kinderschreck vor Drogenmissbrauch warnen. Da muss man sich dann nicht wundern… Der Inquirer wünscht allen Lesern und Chatbot-Programmierern weiterhin fröhliche Adventstage. [fe]

The Register