Akzeptanz für MP3 wächst

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Anders gesagt: Die Musikkonzerne gestehen ihre bittere DRM-Niederlage ein und bieten MP3s an.

Nachrichtenagentur Reuters zitiert “Quellen”, wonach Sony und Warner ihre Widerstände gegen einen Digitalvertrieb von MP3s statt DRM-verkrüppelter Musik-Downloads aufgeben wollen. Wie schon von Experten (a.k.a. Inquirer-Autoren) vorausgesagt, tönt der Lockruf des Geldes lauter als die Angst vor dem unbekannten, kontrollarmen Geschäftsmodell. Die Konkurrenz-Konzerne EMI und Universal erzielen mit ihren MP3-Verkäufen tolle Umsätze, freie Kopierbarkeit hin oder her. Kopien waren noch nie ein Problem für den Umsatz von Originalen, künstliche Verknappiung durch Kopierverhinderer interessieren erstens den Kunden nicht und gehen ihm zweitens auf die Nerven. So dass er weniger kauft. Das soll jetzt anders werden, gerade, nachdem der weltgrösste Einzelhändler, Wal-Mart, vehement forderte, doch in Zukunft auf DRM zu verzichten. Weil’s dem Geschäft schadet. Jetzt müssen nur noch die Preise an die Realität angepasst werden – 99 Cent für eine digitale Kopie eines Songs als MP3 sind ein schlechter Witz – und alles wird wieder gut. [fe]

Reuters