Admin verkauft 8,4 Millionen digitale Identitäten

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Verbrechen zahlt sich aus. Eine halbe Million Dollar für ein paar rauskopierte Adressen. Ein Hoch auf die Vorratsdatenspeicherung.

William Gary Sullivan, Senior Database Administrator bei Fidelity National Information Services im US-Bundesstaat Florida, hatte letztendlich doch Pech. Zunächst lief alles gut und er verkaufte über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg 8,4 Millionen vollständiger Datensätze (Namen, Adressen, Bank-Informationen) an unbekannte Direktvermarkter für insgesamt 580.000 US-Dollar. Also die Leute, die einen immer mit unverlangten Telefonanrufen belästigen. Die Sache flog dann doch auf, weil ein Kunde verdächtige Zusammenhänge entdeckte. Jetzt drohen Herrn Sullivan zehn Jahre Gefängnis und 500.000 US-Dollar Strafe. Aber er bekommt mildernde Umstände, weil er geständig war. Wie ist das eigentlich hierzulande, wenn zum Beispiel Polizeibeamte unberechtigterweise auf Postverteiler zugreifen und den Briefeingang bei Zeitungsredaktionen überwachen? Kriegen die dann auch zehn Jahre? [fe]

The Register