Teenie-Hacker mit Asperger-Syndrom

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Es ist eine milde Form des Autismus, benannt nach dem Wiener Kinderarzt Hans Asperger. Und scheint eine gute Voraussetzung für eine frühe Hacker-Karriere zu sein.

Der in seiner aktiven Hackerzeit noch nicht 18-jährige Neuseeländer Owen Walker soll nach Angaben der Ermittler der Kopf eines internationalen Botnet-Rings gewesen sein. Das FBI berichtet von über einer Million infizierter Computer.

Seine Mutter verriet der Presse, ihr Sohn sei vom Asperger-Syndrom betroffen, das auch als „hochfunktioneller Autismus“ bezeichnet wird. Und auch die ermittelnde Polizei sei sich dieser Tatsache bewusst. Als typisch für diese milde Form von Autismus gilt soziale Isolation verbunden mit hoher Intelligenz und außergewöhnlicher Spezialbegabung.

Seinen Freunden und Arbeitgebern galt Walker als hervorragender Computerprogrammierer. Seinen Job als Programmierer bei Trio Software Development hat er verloren, doch Firmenchef Glenn Campbell will noch immer nichts Schlechtes über ihn sagen und meint, er sei in die illegalen Aktivitäten eher reingerutscht.

In der Schule war Walker der typische Einzelgänger, dem von seinen Mitschülern übel mitgespielt wurde. Er verließ die Mercury Bay Area School im neunten Schuljahr, um sich über eine Fernschule weiter fortzubilden.

Wie seine Mutter erklärte, hatte sie keine Ahnung davon, dass ihr Sohn an der internationalen Hackergruppe A-Team beteiligt war. Das Hackergenie wurde von der neuseeländischen Polizei weder verhaftet noch angeklagt.

(bk)

New Zealand Herald

Wikipedia: Autismus