IT-Outsourcing-Strategien sind oft kopflos

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Der Traum, mit Outsourcing schnell Geld sparen zu können, scheitert einer Studie zufolge häufig an kurzfristigem Denken und miesem Management.

Leslie Willcocks von der London School of Economics kommt bei einer Untersuchung über den Erfolg von Outsourcing-Strategien zu dem Resultat, dass zwar viel Energie auf die entsprechenden Vertragsverhandlungen verwendet wird, dass aber gleichzeitig zuwenig darüber nachgedacht wird, wie man diesen Prozess im eigenen Hause begleitet.

Einfach mit der Verlagerung von Dienstleistungen an einen externen Anbieter ist es nämlich nicht getan – man muss auch in die Qualifikation der eigenen Leute investieren oder sogar neues Personal einstellen, um für den Outsourcing-Partner die richtigen Ansprechpartner zu haben. Wenn aber Einsparungen an erster Stelle stehen, kommt es zu Pannen: Es gibt keine interne Führung bei IT-Themen, es fehlt an Verständnis für die Anforderungen des eigenen Unternehmens, und die Beziehung zu dem externen Dienstleister sind inadäquat.

Das kann laut Willcocks in der Laufzeit eines Outsourcing-Vertrags bei Kosten, Service und Qualität zu Verlusten von 20 bis 40 Prozent führen, was wahrscheinlich nicht wirklich den angestrebten Zielen entspricht. [gk]

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