Ist Facebook geklaut? Neue Belege erhärten Verdacht

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Der Firmengründer Mark Zuckerberg soll die Idee für Facebook gestohlen haben, behaupten seine Mitstudenten schon seit drei Jahren. Nun versucht er, Veröffenlichungen negativer Fakten zu verhindern.

Das Social Network Facebook steht weiterhin in der Kritik – wie alle zu schnell wachsenden Unternehmen. Der Betreiber hat nun aber versucht, einen kritischen Bericht per Gerichtsbeschluss abzuwehren – der in “02138“, einem Magazin von ehemaligen Studenten der Harvard-Universität, veröffentlichte Artikel wirft Gründer Zuckerberg nicht nur vor, die Idee, sondern sogar Teile des Programmcodes gestohlen zu haben. Wir veöffentlichten die Vorwürfe bereits am 25. Juli, einen Tag später forderte der Richter Material. Seither hat sich nichts getan.

Die Ex-Kommilitonen veröffentlichten aber vor Kurzem belastende Dokumente, berichtet nun auch die New York Times. Luke OBrien, Autor des Artikels im Studentenmagazin, sagt, er habe die Dokumente vom Bezirksgericht in Boston erhalten. Und weil diese nicht als Verschlusssache gekennzeichnet waren, habe man ein Recht, sie zu veröffentlichen.

Die Anwälte von Facebook beanstandeten vor allem, dass persönliche Daten Zuckerbergs wie Sozialversicherungsnummer, Name seiner Freundin und die Anschrift seiner Eltern in den Dokumenten enthalten sind. Den Antrag auf eine einstweilige Verfügung wies der Bostoner Richter Douglas P. Woodlock allerdings zurück: Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung sei in diesem Fall wichtiger.

Außer dem Material des Gerichtes hatte O’Brien auch frühere Blog-Veröffentlichungen und Kommentare Zuckerbergs in Onlineforen dokumentiert – die den jungen Firmengründer nicht gerade im guten Licht dastehen lassen.

Der behauptete Diebstahl von Codes und Idee ist schon sei mehr als drei Jahren vor Gericht. Die früheren Mitstudenten klagten schon damals, Zuckerberg habe ihre Plattform “ConnectU“, an der er seinerzeit mitarbeitete, geklaut. Trotz der neuen Belege steht ein Urteil

aber immer noch aus. (mk)

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