Gericht verschiebt Iphone-Entscheidung

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Der Nervenkrieg um die von Vodafone erwirkte Einstweilige Verfügung geht weiter. Und Vodafone-Boss Joussen wirft Apple und T-Mobile vor, neue Monopole zu Lasten der Kunden schaffen zu wollen.

Verhandelt wurde bereits am Donnerstag. Die für heute angesagte Entscheidung des Gerichts kommt nicht, sondern wurde jetzt für morgen angekündigt. Damit ist noch immer unklar, ob T-Mobile das Iphone als exklusives geschlossenes System mit SIM-Lock und einem zweijährigen Vertrag anbieten kann.

In einem heute erschienen Interview mit der Berliner Zeitung legte Vodafones Deutschland-Chef Friedrich Joussen noch einmal nach:

„Das Marktmodell von T-Mobile mit dem Iphone ist ein Präzedenzfall, der neue Monopole zu Lasten der Kunden schafft. Apple und T-Mobile haben sich dazu entschlossen, den Markt wettbewerbswidrig zu ändern. Apple hat durchgesetzt, schätzungsweise 30 Prozent der Handyumsätze der Iphone-Besitzer bei T-Mobile abzuzweigen. Was glauben Sie, wer die Rechnung zahlt?“

Und wie geht’s nach der Gerichtsentscheidung weiter? Joussen weiß es schon:

„Ich möchte bloß vermeiden, dass Apple mir sagt, wie der Markt zu funktionieren hat. Ich möchte von einem Gericht geklärt haben, wie die Monopoly-Spielregeln zukünftig aussehen. Das gibt wenigstens Planungssicherheit. Und dann spielen wir weiter bei Monopoly mit.“

(bk)

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Berliner Zeitung