Ein Jahr Vista

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Am 30. November 2006 ging die „Business“-Version in die Welt. Und im Januar kann die Konsumentenversion ihr Einjähriges begehen. Ein Grund zum Feiern?

Eher nicht, was immer Microsoft an zurechtgestutzten Erfolgsmeldungen abfeuert. Vor dem Start versprach Microsoft seinen Partnern, Vista würde Windows XP überflügeln und bereits 24 Monate nach der Markteinführung auf 400 Millionen PCs laufen. Windows XP brauchte drei Jahre, bevor es auf 210 Millionen Rechnern installiert war. Doch nach den aktuellen Erhebungen von NPD setzte Microsoft weniger Verkaufspackungen mit Vista um, als Windows XP im gleichen Zeitraum seines OS-Lebenszyklus erreicht hatte. Die 500 Millionen $, die Microsoft in diesem Jahr für die Vermarktung von Vista ausgeben wollte, haben es offenbar nicht gebracht.

Im geschäftlichen Bereich fällt die Überprüfung in der harten Realität noch drastischer aus. Wie Gartner vermeldet, verschieben die Firmen tatsächlich ihren Umstieg auf Vista vom anvisierten Jahresende 2007 auf Ende 2008 bis hinein ins Jahr 2009.

Wie Microsoft derweil verkündet, hätten Firmen 42 Millionen Windows-Lizenzen erneuert, die sie zum Einsatz von Vista berechtigen. Nur muss selbst Microsoft zugeben, dass die überwiegende Zahl dieser 42 Millionen PCs noch immer mit XP läuft. Man habe leider keine Möglichkeit, das genau zu beziffern. Und in den letzten vier Monaten kam von Microsoft keine aktualisierte Zahl.

Zum Ende dieses Jahres, so ermittelten die Marktforscher von Forrester, haben nur sieben Prozent der Entscheider in europäischen und amerikanischen Firmen überhaupt einen Plan für den Vista-Einsatz.

(bk)

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