Ebay entfernt Mohammed, den Bär

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Mit einem 10 Jahre alten Käsetoast, durch das angeblich das Antlitz der Gottesmutter Maria schien, hatte Ebay kein Problem. Die Online-Auktion von „Mohammed the Bear“ aber verschwand umgehend.

Eine britische Lehrerin wurde im Sudan verhaftet und ins Gefängnis gesteckt, weil sie auf Wunsch ihrer Schüler einen Teddybären Mohammed nannte. Denn es habe die Ehre des Propheten Mohammed verletzt, das Klassenmaskottchen so zu nennen. Sie sollte sogar ausgepeitscht werden, und wütende Demonstranten forderten die Todesstrafe. Auf diese absurde Geschichte spielte ein Ebay-Verkäufer bewusst an mit seinem Angebot von Mohammed, dem Bären. Sein Bär sei aus den Restbeständen einer Schule, gab er an, und erst kürzlich befreit worden in einer Region, in der die Obrigkeit ihn gefangen hielt, weil er angeblich vorgab, ein Prophet zu sein.

Der Anbieter captain_confident (immerhin 99,7 Prozent positive Bewertungen bei 1112 Auktionen) wies auch darauf hin, dass es sich nicht etwa um den Bären handelte, um den es in der Auseinandersetzung zwischen den Islam-Hardlinern im Sudan und dem Rest der Menschheit ging. Sein Bär sei etwas dunkler und spreche leicht lispelnd. Er müsse dringend verkauft werden, da seine Besitzer nicht mehr für seine Sicherheit einstehen könnten. Der Gewinn solle einem örtlichen Hospiz zugute kommen.

Trotz des guten Zwecks verstand Ebay überhaupt keinen Spaß: „Das Angebot wurde entfernt oder ist nicht mehr verfügbar“, ist nur noch zu lesen. Vor der Löschung waren bereits über 300 Euro geboten worden. Und hier findet sich noch ein Screenshot der Bärenauktion, die Ebay ohne Angabe von Gründen löschte.

(von Nick Farrell/bk)

Inquirer UK