Adobe verwandelt PDF-Dokumente in SPAM

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Nach neuen Einkommensquellen zu suchen ist schön und gut. Ob die jüngste Idee von Yahoo und Adobe nicht eher zum Bumerang wird, muss sich zeigen: Das Duo will Werbung in PDFs platzieren.

Weltweit sind PDF-Dokumente beliebt und milliardenfach im Umlauf. Kein Wunder, gab es bislang fast keinen Ärger mit Malware oder SPAM rund ums Adobe-Format. Das könnte sich nun ändern, denn das Softwarehaus erlag den Einflüsterungen von Yahoo. Gemeinsam brüteten sie “Ads for Adobe” aus und wollen beliebige PDFs passend zum Inhalt mit Werbung kontaminieren.
Das Angebot wendet sich nicht an User, die gelegentlich mal ein PDF bauen, sondern an Unternehmen mit hohem PDF-Output (wie Spamer?). Jene müssen die fertigen Dokumente auf einen speziellen Server schicken, wo der Inhalt analysiert und eine passende Werbung eingebaut werde. Links vom Inhalt sollen die Anzeigen auftauchen.
Firmen, die ihre PDFs einsenden, kriegen dafür aber erst Geld, wenn die Empfänger auf die Anzeige klicken. Problematisch: Bei jedem späteren Öffnen eines solchen Ad-PDFs werde online ein dynamischer Abgleich stattfinden, um eventuell aktuellere Anzeigen nachzuladen. Da dürfte es Sicherheitsfachleuten und Datenschützern die Nackenhaare aufstellen. (rm)

ValleyWag

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