USA: E-Commerce rettet Privatsphäre

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US-Richter: Das FBI darf nicht alle Einkaufslisten von Amazon-Kunden durchsuchen.

Wie gut, dass es E-Commerce gibt. Sonst wäre es um die informationelle Selbstbestimmung womöglich noch schlechter bestellt. Die Story: Das FBI beschuldigt Herrn Robert D’Angelo der Steuerhinterziehung. Er handelte mit gebrauchten Büchern, unter anderem via Amazon. Zum Zweck der ungehinderten Ermittlungen erwirkte die Bundeskriminalpolizei eine einstweilige Verfügung gegen den Online-Händler Amazon, wonach dieser beliebige Einkaufslisten von Kunden preiszugeben hätte. Im ganzen 24.000 davon, seit dem Jahr 1999. Nun wurden Gerichtsdokumente veröffentlicht, die zur Abweisung solcher Begehrlichkeiten geführt hatten. Richter Stephen Crocker schrieb darin, “der Abkühlungseffekt (der einstweiligen Verfügung) auf den E-Commerce würde Tastaturen in ganz Amerika einfrieren lassen”. Beruhigend zu wissen, dass wenigstens die Freiheit des Handels nicht durch die Datensammelmanie der Polizeibehörden bedroht ist. Nur alle anderen Freiheiten. [fe]

Associated Press