Mit dem Taser gegrillt – wegen Streit um Strafzettel

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Die „nicht-tödlichen“ Taser-Waffen führten allein in den USA und Kanada bereits zu weit über 200 Todesfällen, berichtet Amnesty International. Und sadistische Polizisten setzen sie schon aus dem kleinsten Anlass ein, wie ein Video dokumentiert.

Ein relativ friedlicher Fahrer wird von einem Streifenwagen angehalten. Er sieht den Verkehrsverstoß nicht ein und weigert sich, etwas zu unterschreiben. Als er sich während des Gesprächs abwendet, zieht der Polizist seinen Taser und verpasst ihm eine volle elektrische Ladung, die ihn zu Boden wirft.

Die Taser-Projektile verfügen über Widerhaken und können Elektroschocks von 17.500 bis 50.000 Volt durch den menschlichen Körper jagen. Sie wurden vorgeblich als Ersatz für tödliche Waffen eingeführt, werden aber inzwischen vielfach fast wie ein Pfefferspray oder ein Schlagstock benutzt. Es mehren sich auch Berichte, nach denen sie in Gefängnissen und zu Folterzwecken eingesetzt werden. Der UNO-Ausschuss gegen Folter hat sich gegen ihre weitere Verbreitung ausgesprochen.

Der Polizist im Video erzählt anschließend seinem Kollegen von der vollbrachten Heldentat. „Shit happens“, meint der nur.

(bk)