Breitband-Internet: Branchenverband will weiße Flecken tilgen

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Innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate will der VATM schnelles Internet in Regionen bringen, in denen bisher keine Breitbandanschlüsse zu haben waren.

Rund fünf Millionen Bundesbürger haben derzeit keine Chance, schnell via DSL & Co. ins Internet zu gelangen. Auch für die betroffenene über 2200 Gemeinden ist das natürlich ein klarer Standortnachteil: sie leiden unter der Abwanderung von Firmen. Die bisherigen Bemühungen von Politik und Wirtschaft hätten die Situation bis heute nicht verbessert, kritisiert der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und hat sich mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Deutscher Landkreistag (DLT) zusammengetan, um die Versorgungslücke zu schließen.

Dafür hat man ein Plan erarbeitet, um Entscheidungsträgern auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sowie den Telekommunikationsanbietern vollständige Informationen zu jeder unterversorgten Gemeinde zu liefern. Dazu zählen beispielsweise Wirtschaftsdaten, topographische Merkmale oder die Anschlussentfernung zum nächsten Breitband-POP. Anhand dieser Zahlen soll dann in kurzer Zeit geklärt werden, welche Technologie zum Einsatz kommen kann, wie wirtschaftlich sich die Gemeinde erschließen lässt und ob Fördermöglichkeiten in Anspruch genommen werden können.

?Die bisherigen Aktivitäten zeigen, dass es keinen Sinn macht, dem Bürgermeister einer unversorgten Gemeinde lediglich die verschiedenen Anschlusstechnologien aufzuzeigen?, erläutert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. ?Was er braucht, sind ein auf die spezifischen topographischen und ökonomischen Gegebenheiten seiner Stadt oder Gemeinde ausgerichteter Lösungsvorschlag sowie sachkundige Unterstützung bei der Realisierung. Genau dort wollen wir mit dem Masterplan hin.?

Für die Umsetzung des Planes will man eine unabhängig besetzte Task Force einrichten, die die Datenerhebung koordiniert und Empfehlungen zur Anschlusstechnologie ausspricht. ?Wenn es gelingt, alle Kräfte auf diese Weise zu bündeln und mit bereits bestehenden Bestrebungen auf Bundes- und Landesebene zu koordinieren, sollten innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate 90 Prozent der derzeit nicht versorgten Gemeinden einen Zugang zum schnellen Internet bekommen können?, ist sich der VATM-Geschäftsführer sicher. (dd)

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