Fünf Millionen Deutsche auf der Schattenseite des Breitband-Lebens

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Fast jeder 16. Deutsche und 2.220 Gemeinden des Landes leiden darunter, dass sie kein schnelles Internet haben. Das soll sich Dank eines „Masterplans“ bald ändern.

DerVerband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und der Deutsche Landkreistag (DLT) verfügen nicht nur über lange Namen und schöne Abkürzungen, sondern hoffentlich auch über genügend Einfluss, um den gemeinsam entwickelten Masterplan (wie sie ihn selbst nennen) zu realisieren, der den Ärmsten der Breitband-Armen baldige Erlösung verheißt.

In den nächsten zwei bis drei Jahren soll jeder, der will, schnell ins Internet gehen können, weswegen den zuständigen Politikern jetzt mit umfassenden Daten über die Situation der im Einzelfall Benachteiligten Dampf bei Investitionsentscheidungen gemacht werden soll. Bei der Umsetzung soll eine „Task Force“ den betroffenen Bürgermeistern konkrete Lösungsvorschläge unterbreiten.

Und bevor jemand ein Tränchen der Rührung über soviel Gemeinsinn und Engagement zerdrückt: Ganz dezent lässt der VATM auch anklingen, dass man bei dieser Gelegenheit ja auch darüber nachdenken könne, „ob man nicht einen Teil der durch den Übergang zum digitalen Fernsehen freiwerdenden Frequenzen für die Breitversorgung umwidmet“. Hauptsache, Fuß in der Tür. [gk]

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