Datenschutz vs. Social Networks

Allgemein

Während die einen über immer neue Angriffe auf den Datenschutz klagen, stellen die anderen unbekümmert ihre persönlichen Daten ins Web. Das ängstigt sogar Behörden.

Nachdem das britische Information Commissioner’s Office eine Erhebung darüber angestellt hat, wie Jugendliche im Internet mit ihren persönlichen Daten umgehen, äußerte der Chef der Institution große Sorgen, was für Schäden dabei entstehen können.

In der Tat belegen die Zahlen eine ausgesprochene Leichtfertigkeit. Zwar wollen 71% der befragten Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren nicht, dass künftige Arbeitgeber im Web über sie recherchieren,, bevor sie dort Informationen entfernte hätten. Dieses potenziell belastende Material haben sie aber selbst produziert: 60% haben auf Websites wie Facebook und MySpace ihr Geburtsdatum veröffentlicht, 25% machen Angaben zur beruflichen Tätigkeit, und 10% liefern sogar die Privatadresse mit. Zwei Drittel der Interviewten gaben außerdem zu, dass sie bei diesen Sites auch Unbekannte als „Freunde“ akzeptierten.

Verblüffend sind angesichts dieser Fahrlässigkeit die Sorgen um die eigene Privatsphäre: 95% waren besorgt, dass ihre Daten von anderen Websites und für Werbung missbraucht werden, und 54% waren sehr besorgt über die Verwendung ihrer Daten. Vielleicht sollte man sich dann mal an die eigene Nase fassen. [gk]

BBC News