Facebook mit Datenschutzproblemen

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Auf Partnerseiten zeigt Facebook Informationen zum Surf- und Shoppingverhalten seiner User an – was denen überhaupt nicht gefällt.

Facebook hat ein neues Feature gestartet, dass die Aktivitäten seiner Nutzer auch außerhalb von Facebook protokolliert und für Werbe- und Marketingmaßnahmen nutzt. So wird dann beispielsweise ein User darauf hingewiesen, dass einer seiner Freunde in einer Online-Videothek einen bestimmten Film ausgeliehen hat – inklusive Foto des Freundes und Link zur Videothek. Auf diese Weise will Facebook das Werbegeschäft mit Partner-Websites ankurbeln – zieht sich allerdings auch den Unmut seiner Nutzer zu. Denn die finden, dass das Social Network etwas zu freizügig mit persönlichen Daten umgeht. Die von den Online-Aktivisten MoveOn.org eröffnete Facebook-Gruppe “Petition: Facebook, stop invading my privacy!” fand über Nacht rund 2000 Mitglieder, berichtet das Wall Street Journal. Besondere Kritik ruft der Umstand hervor, dass die Facebook-Nutzer sich dem “Facebook Beacon” genannten Werbeprogramm nicht einfach entziehen können, sondern sich für jede Partnersite einzeln abmelden müssen.

Facebook selbst, hält das User-Tracking dem WSJ zufolge für unproblematisch. Schließlich würden die Nutzer darauf hingewiesen, wenn Daten erfasst und gespeichert würden und könnten dem mit einem Mausklick widersprechen. Chris Kelly, Facebooks Datenschutzverantwortlicher, erklärte dem Magazin, man freue sich über Feedback und könnte auch die Richtlinien ändern. Allerdings seien die Proteste der Nutzer inzwischen schon fast verstummt. (dd)

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