DRM: Der britische Handel kann’s nicht mehr sehen

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Jetzt will auch der Verband der Medienhändler des Inselreichs nichts mehr von DRM bei Downloads wissen – das sei nur eine Absatzbremse.

Als richtig beeindruckend konnte die Entertainment Retailers Association (ERA), der Verband der britischen Medienhändler, die jüngste Erfolgsmeldung der BPI, diese wiederum Vertretung der Musikindustrie, wohl nicht empfinden. 150 Millionen verkaufte Downloads bedeuten nach den Berechnungen der ERA nämlich lediglich, dass jeder Brite im Jahr weniger als 70 Pence, also rund einen Euro, für Downloads ausgibt.

Und den Schuldigen kennt die ERA auch: die inkompatiblen DRM-Technologien. EMI und Universal gingen zwar in die richtige Richtung, aber wenn’s noch was werden solle mit dem Vorweihnachtsgeschäft, müsste DRM jetzt endgültig über Bord. Denn – so wollen Marktforscher herausgefunden haben: Ohne Kopiersperre könnte man viermal soviel umsetzen. [gk]

Mediabiz / Musikwoche