Preisvergabe: Europas beste Business-Software-Firmen

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Heute, am 19. November 2007, vergeben Truffle Ventures und Syntec Infmatique unter der Schirmherrschaft der EU-Kommissarin Viviane Reding Preise für die erfolgreichsten europäischen Software-Unternehmen. Deutschland liegt mit an der Spitze.

Die “Truffle 100” wurden bereits in den vergangenen Jahren vergeben, in diesem Jahr veränderten sich vor allem die Plätze ab Rang 5. Den ersten Platz nimmt noch immer unbestritten die deutsche SAP ein, an zweiter Stelle folgt die britische Sage, danach kommen Dassault Systems und Business Objects aus Frankreich – allesamt europäische Software-Unternehmen, die erfolgreich sind und Arbeitsplätze schaffen.

Den fünften Platz eroberte dieses Jahr die deutsche Software AG und löste damit die britische Misys plc ab. Und “obwohl zahlreiche europäische Unternehmen von US-Konzernen gekauft wurden”, so sieht es zumindest Bernard Louis Roque, Chef des französischen Branchenverbandes Syntec Informatique, “brauchen sich die europäischen Entwickler und Ingenieure nicht zu verstecken”. Er untermalt dies mit Zahlen: Im vergangenen Jahr alleine investierten die “Truffle 100” ganze 3,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, also rund 15 Prozent ihrer Einnahmen. 175.0000 Arbeitsplätze seien in Europa daher nur in der Software-Branche zu zählen.

Die Top 100 Software-Firmen Europas haben vergangenes Jahr einen Gewinn von 2,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. und einen um 6,8 Prozent gesteigerten Umsatz von 22 Milliarden Euro.

EU-Kommissarin Viviane Reding erklärt, der Preis zeige, dass Europa Heimat zahlreicher Weltmarkt-Champions sein kann und auch ist – und zwar sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Aufkäufe. “Es ist noch Raum für mehr Champions”, fügt sie ihrer Rede hinzu. Die europäischen Software-Firmen würden Jahr für Jahr tausende neuer hochqualifizierter Arbeitsplätze schaffen und durch ihre hohen Forschungs&Entwicklungs-Ausgaben einen “strategischen Vektor” für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze in Europa bilden.

In ihrem Schlusssatz weist sie noch einmal darauf hin, dass die Politik in den EU-Ländern endlich den Stellenwert der Software-Industrie erkannt habe. Wenn dem so ist… (mk)

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