McAfee-Prognose: Mehr Angriffe auf Vista und Websites im nächsten Jahr

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Nach Meinung der Sicherheitsexperten von McAfee wird Microsofts neues Betriebssystem verstärkt in den Blickpunkt von Malware-Programmierern und Hackern rücken.

McAfee hat eine Liste mit den voraussichtlich größten Sicherheitsrisiken für Computernutzer im nächsten Jahr veröffentlicht. Darin sagt man eine stark steigende Zahl von Angriffen auf Webanwendungen voraus – insbesondere Web-2.0-Dienste sollen immer öfter missbraucht werden, um Malware zu verbreiten oder persönliche Daten von Internet-Nutzers abzugreifen. Zudem rechnet man damit, dass die Cyberkriminellen immer größere Botnets knüpfen, indem sie wie in diesem Jahr beim Storm Worm die Übetragungswege und Infiltrationstechniken stetig variieren.

Überhaupt wird nach Meinung von McAfee die Zahl der Schadprogramme stark anwachsen. Stärker ins Visier geraten werden dabei wohl Instant Messenger, da sich hier die Zahl der Sicherheitslücken seit 2006 mehr als verdoppelt hat – selbst einen Superwurm, der sich in kürzester Zeit via Instant-Messaging über Millionen Rechner verteilt, hält man bei McAfee nicht mehr für unwahrscheinlich. Und auch bei VoIP rechnet man mit mehr Angriffen, da auch hier die Zahl der Sicherheitslücken stark angewachsen ist und die Technologie wegen der gewachsenen Nutzerzahl für Betrüger interessant wird.

Darüber hinaus sagen die Sicherheitspezialisten zahlreiche neue Lecks und Schädlinge für Windows Vista voraus. Denn das Betriebssystem wird wohl im nächsten Jahr seinen Marktanteil auf zehn Prozent steigern und damit stärker als bisher ins Visier von Hackern und Cyberkriminellen geraten.

Adware befindet sich dagegen weiter auf dem Rückzug. Nachdem die Werbeprogramme nicht nur einen schlechten Ruf haben, sondern sich wegen Gerichtsverfahren und besseren Abwehrstrategien einige Anbieter vom Markt zurückgezogen haben, ist McAfee zufolge im nächsten Jahr mit einem weiteren Schwinden der Bedrohung durch Adware zu rechnen. Und auch beim Phishing zeigen die Sicherheitsmaßnahmen Erfolg: Weil die meisten großen Anbieter sich wehren und bei Phishing-Attacken schnell reagieren, werden die Betrüger auf kleinere Websites ausweichen. Das hält man bei McAfee allerdings nicht für weniger gefährlich, da viele Internet-Nutzer für die meisten Internet-Dienste ein und dasselbe Passwort verwenden. (dd)

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