Fix-It Utilities 7 Express
Balsam für Windows

BetriebssystemWorkspace

Wenn Windows lahmt, gibt es zwei Strategien: Entweder ein neues System aufsetzen und die Daten per Backup einspielen oder dem Patienten mit Rettungs-Tools zu Leibe rücken. Die neuen Fix-It Utilities bündeln Notfall-Programme und helfen mit Assistenten.

Komplett-Optimierung

Fix-It Utilities 7 Express

Bereits in der siebten Generation helfen die Fix-It Utilities geplagten Computer-Nutzern aus der Patsche, denn PC-Probleme kennt jeder. Die Tool-Sammlung ist sinnvoll in mehrere Arbeitsbereiche unterteilt – und das ist auch dringend nötig, denn es stehen 20 Systemwerkzeuge zur Verfügung. Der neue Startbildschirm lieferten einen Überblick, wie es um das System bestellt ist. Leider steht die Anzeige bei Systemschutz auf allen Systemen anfangs immer auf schlecht, egal ob alle Updates eingespielt sind oder nicht. Der Grund: Fix-It prüft nur, wie lange der PC nicht mehr die Microsoft Update-Webseite besucht hat, eine Analyse ob alle Patches installiert sind, gibt es nicht.

Über Assistenten können Einsteiger ohne technisches Know-How den Systemzustand verbessern. Ein Klick auf Komplett-Optimierung reicht. Der Haken an der Sache: Es werden alle angeschlossenen Festplatten defragmentiert, unabhängig davon, ob das wirklich notwendig ist. Wünschenswert wäre an dieser Stelle eine Zeitprognose, denn der Vorgang dauert im Test ziemlich lange. Das eingesetzte Tool JetDefrag lässt sich auf den drei Testsystemen acht bis 17 Stunden Zeit. Weitere 1-Klick-Helfer gibt es unter Komplettlösungen, etwa um Dateileichen zu entfernen oder für Systemprobleme.

Schlechter erster Eindruck: Nach der Installation zeigt der QuickStatus an, wie es um das System bestellt ist. ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))


Fehlersuche

Fix-It Utilities 7 Express

Für unregelmäßig auftretende Fehler sollten Nutzer zuerst die Rubrik Diagnose aufsuchen. Das Tool PCDiagnose bietet ein Set von Benchmarks um festzustellen, ob das System genug Leistung bringt. Mit der Option Gründliche Tests checkt das Programm alle wichtigen Hardware-Komponenten, beispielsweise RAM, Festplatten und Netzwerkkarten, durch. Gibt es spezielle Probleme, etwa mit der Anzeige, dann können Nutzer die Tests auch gezielt auf Grafikkomponenten einschränken. Die Hinweise zur Interpretation der Ergebnisse sind kurz gehalten aber hilfreich. Pluspunkt: Um gezielt Flaschenhälse im System aufzuspüren, können sich Nutzer auch Testfälle selbst zusammenstellen, etwa Schreib-Lese-Prüfungen für Festplatten und Arbeitsspeicher.

Durchgefallen: Die Grafikkarte hat den Test nicht bestanden. ((Ins Bild klicken für vollständige Ansicht.))

Bei den Systeminformationen fehlen Erläuterungen: So könnten zumindest Standard-Prozesse wie svchost mit einer kurzen Beschreibung versehen werden – leider fehlt auch eine Verknüpfung zur Web-Recherche. Stärken beweist das Tool, wenn es ans Aufräumen und Optimieren geht. Speziell der Registry Fixer ist empfehlenswert. Er durchsucht die Registrierung nach ungültigen Einträgen und entfernt diese schnell und zuverlässig. Gold wert ist auch der Registry Editor, der mit einer praktischen Suchfunktion beim Tweaken von Windows hilft.

Mit File Undeleter holen Nutzer aus Versehen gelöschte Dateien zurück. Das klappt im Test aber nicht immer und schon gar nicht, wenn Teile des Files überschrieben sind. Nach einer Formatierung der Festplatte gibt es mit Fix-It keine Rettung mehr. Der neue Startup-Commander zeigt Autostart-Einträge sehr übersichtlich an. Per Checkbox können einzelne Programme deaktiviert werden. Gut gelungen ist die Verbindung zum Web über die Schaltfläche Infos suchen. So enttarnen Nutzer schnell unbekannte Einträge.

Die mitgelieferte CD ist bootfähig und bringt mit dem Recovery Commander eine aufgebohrte Systemwiederherstellung mit. Außerdem ist der BootFixer an Bord, der Start-Probleme bereinigen kann. Die Oberfläche ist träge und sollte dringend überarbeitet werden. Außerdem könnte der Notfall-Helfer im CD-Modus ein paar Werkzeuge mehr vertragen, denn wer sich erst nach dem Crash die Fix-It Utilities holt, hat Pech.


Fazit

Fix-It Utilities 7 Express

Die Zusammenstellung der Tools ist zwar nicht perfekt, aber in jedem Fall sinnvoll. Die neue Oberfläche ist übersichtlich, die Tools für die Optimierung sind leistungsstark. Leider ist der Defragger sehr träge und gibt auch keine Zeitprognose ab. An einigen Stellen fehlen Infos oder Recherchemöglichkeiten. Verbesserungswürdig sind die Notfall-Funktionen von der Boot-CD, hier bieten die Tools im Notfall keine gute Hilfe. Trotzdem liefern die Fix-It Utilities eine gute Basis, um PC-Probleme zu lösen; in ganz harten Fällen müssen aber Spezial-Tools ran, etwa zum Wiederherstellen von Files von einem formatierten Datenträger.

Fix-It Utilities 7 Express (Version 7.1.1.31)
Hersteller: V-Com/Avanquest
Internet: www.avanquest.de
Preis: circa 25 Euro

Note: gut
Leistung (50%): gut
Ausstattung (30%): gut
Bedienung (20%): gut

Das ist neu
– Statusanzeige QuickStats
– Neue Benutzeroberfläche
– Startup Commander

Systemvoraussetzungen
Betriebssystem: Windows 2000/XP/Vista
Hardware: Pentium IV mit 1 GHz, 512 MByte RAM