Intels verborgene Zahlenmystik

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Hinter klangvollen Namen verbirgt sich ein fünfstelliger Code, der Schlüssel zur wahren Prozessor-Identität.

Wer sehnt sioch nicht zurück nach den Zeiten, in welchen PC-Prozessoren an einfachen und für jeden verständlichen Nummern zu erkennen waren? Bezeichnungen wie 80486, notfalls unter anfügen des (zweistelligen MHz-) Rechentaktes, verschafften Einblick in die zu erwartende PS-Stärke des neuen Büro- oder Heimcomputers. Das alles ging solange gut, bis Intel zur bitteren Einsicht gelangte, dass man auf fünfstellige Nummern keinen Markenschutz erteilt kriegt. Schon gar nicht auf hundert verschiedene. Ab da schmückten mehr oder minder phantasie- und klangvolle Namen die Datenblätter, und keiner wusste mehr so richtig, wie oder was. Aber diese babylonische Prozessornamens-Verwirrung betraf, wie UK-INQ-Kollege Nebojsa Novakovic freundlich erklärt, immer und zu jeder Zeit nur den Konsumenten. Firmenintern wurden Prozessoren bei Intel immer mit dem Fünf-Ziffern-Code bezeichnet. Beispiele gefällig? Eine Core 2 Extreme QX 9650 3 GHz FSB1333 CPU heisst in Wirklichkeit 80569 (XJ080). Der 3,46 GHz Presler Extreme Dual Core ist ein 80553; mit dem Affix PH099 für die erwähnte, und PH108 für die 3,73GHz Version. Der X3230 Xeon 2,66 GHz FSB1066 Quad-Core 65nm Kentsfield/Clovertown, ein 80562. Yorkfield und Harpertown 45nm CPUs? 80569. Und das schöne: eine höhere fünfstellige Zahl indiziert eine stärkere CPU. Ach wäre das Leben doch immer so einfach… [fe]

Inquirer UK