Neue Sicherheitsbedenken um World of Warcraft

Allgemein

Erweiterte Sicherheitsanstrengungen führen zu Problemen mit der informationellen Selbstbestimmung. Und eben mit der Sicherheit.

MMOs, also Onlinespiele mit Tausenden oder Millionen von Teilnehmern, bilden nicht nur kulturell die Avantgarde unserer Ära, sondern stellen auch die Stellvertreter-Kriegsschauplätze für Datensicherheit und Identitätsrechte. So beschreibt der Programmierer Joe Thaler von der Software-Entwickler-Firma Lavishsoft in einem eigenen Blog die Problematik der neuen Version des Sicherheitstools Warden, das in World of Warcraft von dessen Entwickler Blizzard eingesetzt wird. Thaler sieht es als problematisch an, dass der Hash Algorithmus des Wach-Programms sich ständig ändert. Der polymorphe Code des Tools verhält sich in etwa wie ein Virus, der nicht erkannt werden möchte. Thaler geht grundsätzlich davon aus, dass Blizzard zu den Guten gehört und seinen Kunden keine Schadsoftware auf den Rechner bringen würde. Andererseits ist die relativ grosse Kundenzahl von über 8 Millionen World-Of-Warcraft-Spielern eine interssante Zielgruppe für alle Arten von Malware, seien es Viren, Würmer, Porno- oder Bundestrojaner. Thaler fordert hier nicht zu Unrecht eine Rückverfolgbarkeit Daten, die der vom Rechner der Nutzers an den WoW-Server übermitteltet werden. Ein erfolgreicher Dateneinbruch in über 8 Millionen PCs, unter dem Deckmantel eines polymorphen Warden-Programms, könnte unabsehbare Folgen für die Internetwirtschaft haben. [fe]

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Lavishsoft