DoubleClick vertreibt Malware-Werbung

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Das kommt dabei heraus, wenn einem der Geldbeutel das Wichtigste ist und man nicht so recht darauf achtet, mit wem man eigentlich Geschäfte macht: Der Anzeigenvermarkter DoubleClick hat Banner an dubiose Firmen verkauft, die über die Werbung Malware verbreiten.

Das DART-Programm von DoubleClick soll schuld sein, wenn beim Besuch an sich seriöser Websites sich auf mysteriöse Weise ein neues Browser-Fenster öffnet und gleichzeitig sprachlich unzulängliche, aber deutlich mahnende Dialogboxen auftauchen, die auf eine Infektion des Rechners hinweisen und zum Download eines Schutzprogramms auffordern – das natürlich in Wahrheit Malware ist.

Besonders professionell gemacht sind diese Ads zum Glück nicht, das eigentlich Haarsträubende aber ist, dass sie sich auf ganz normal verkauften Werbeplätzen befinden. Die hat ein Unternehmen namens AdTraff erworben, dem Verbindungen zu dem dubiosen ISP Russian Business Networks nachgesagt werden.

Die Rechnungen für die Werbung wurden auch immer brav per Kreditkarte oder Überweisung bezahlt; die Überprüfung der Werbekunden konnte man sich also zumindest nach Interessenlage des Sales-Personals bei DoubleClick ruhig sparen – hätte sich ja auch negativ auf die Provision auswirken können. [gk]

Wired