Tiffany und eBay streiten vor Gericht

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Der Schmuckverkäufer wirft dem Auktionshaus vor, bei gefälschten Produkten einfach wegzusehen.

Im am Dienstag gestarteten Gerichtsverfahren zwischen Tiffany und eBay haben sich beide Parteien die Verantwortung für den Verkauf gefälschter Produkte beim Auktionshaus zugeschoben. Der Anwalt des Schmuckhändlers erklärte, eBay würde bei Markenpiraterie einfach wegsehen. Der Anwalt des Auktionshauses hielt dagegen, es sei die Aufgabe Tiffanys, die eigenen Markenrechte zu überwachen. eBay könnte lediglich dabei helfen, den Verkauf von Fälschungen zu verhindern, indem man die entsprechenden Auktionen sperrt – sobald man von der Rechteverletzung erfährt.

Tiffany hatte 2003 und 2004 extra zwei Angestellte abgestellt, die bei eBay gefälschte Tiffany-Produkte aufspürten und dem Auktionshaus meldeten. Insgesamt wurden deshalb über 19 000 Auktionen geschlossen. Der Schmuckhändler ist allerdings der Meinung, dieses Arbeite obliege eBay, das Auktionshaus könne sie viel effektiver und billiger mit automatischen Scans erledigen. Ob dies nun tatsächlich zu den Pflichten eBays gehört muss nun das Gericht klären. Das Urteil wird für den 21. November erwartet. (dd)

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