Prince versteht keinen Spaß

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Ein Fall von Majestätsbeleidigung: Der Künstler, der sich auch „O wie gut, dass niemand weiß, dass ich Prince heiß“ nennen könnte, richtete seinen Bannstrahl auf eine nichtkommerzielle britische Satire-Site. Sie hatte in einem Photoshop-Wettbewerb zu Bildparodien über Prince aufgerufen.

Um die Satiriker an ihrem lustigen Treiben zu hindern, griff Prince wieder zur Keule des Urheberrechts, die er schon gegen YouTube, Ebay und sogar gegen seine letzten treuen Fans einsetzte. Seine Anwälte stießen wilde Drohungen gegen die Nutzer der Site aus und beriefen sich dabei einerseits auf den US-amerikanischen Digital Millenium Copyright Act (DMCA) und andererseits das rigide britische Recht, das selbst die Verwendung von Bildern zu parodistischen Zwecken zu einer riskanten Sache macht. Den Betreibern der kleinen Spaß-Site drohten sie mit der „potenziellen Schließung Ihrer Website“.

Die Spaßmacher mussten bitterlich bereuen und sich vor Prince in den Staub werfen. Rob Manuel, Mitbegründer von B3ta:

„Wir haben den Prince-Bildwettbewerb beendet, und B3ta entschuldigt sich uneingeschränkt bei AEG / NPG und Prince für jegliche entstandene Kränkung. Wir bitten unsere Mitglieder auch darum, Prince nicht mehr zu photoshoppen und in unseren Foren zu veröffentlichen.“

Dabei hatte es Spaßverderber Prince zumindest hier zu ungeahnter Popularität gebracht. Die Benutzer der Website hatten mit überwältigender Mehrheit für Prince als „Bildwettbewerb der Woche“ gestimmt.

(bk)

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B3ta

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