AMD: Wir verkaufen Fab 38 nicht an TSMC

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AMD verhandle wieder über einen Verkauf des Dresdener Chipfabrik, wusste ein Analyst zu berichten. Wir verkaufen aber nicht, sagte uns AMD.

Die ewige Nummer zwei hinter Chipzilla spricht wieder mal mit dem taiwanesischen Auftragshersteller TSMC über einen Verkauf der neuen Fab 38, so John Lau von Jefferies & Co:

„Wir haben diese Spekulation schon zuvor gehört, aber diese Gespräche wurden aufgrund der fehlenden Zustimmung der deutschen Behörden blockiert. Wie wir hören, sind die Gespräche wieder im Gang. Vermutlich ist die Haltung der deutschen Behörden klarer geworden, und auch AMDs weitere Outsourcing-Strategien wurden einer weiteren Überprüfung unterzogen.“

Es sei zwar nicht ideal für einen Chiphersteller, den größten Teil der Wafer-Fertigung auszugliedern, angesichts der finanziellen Lage von AMD jedoch die praktikabelste Lösung. In jedem Fall hätten die deutschen und europäischen Behörden ein Wort mitzureden, da 361 Millionen Euro an EU-Geldern in das letzte Fab-Upgrade versenkt wurden.

AMD hat auf unsere Anfrage ausdrücklich versichert, dass die Firma beim bisherigen Masterplan bleiben will: Fab 38 wird als Werk von AMD erhalten bleiben. Sie unterstützt derzeit die benachbarte Fab 36. Im Jahr 2009 soll sich diese Rolle ändern mit der „Emanzipation“ dieser Fab. 2008 wird das Jahr der 45-nm-Fertigung, und die Dresdener Fab 38 bietet alle Voraussetzungen für die Fertigung in 65 nm und 45 nm.

(von Paul Taylor/bk)

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