UNO-Direktor: Das Internet ist ein Terroristenhort

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Für Mike Smith, den neuen Leiter des UNO-Ausschusses zur Terrorismusbekämpfung, ist das Internet eine Waffe von Militanten.

Während in Deutschland Wolfgang Schäuble seine Panik noch in Richtung PCs lenkt, will der UNO-Terrorbekämpfer Mike Smith gleich das ganze Internet kontrollieren. Oder besser: kontrollieren lassen. Zum Beispiel von Internet-Café-Betreibern.

Der australische Diplomat sieht das Netz als “gefährliche Waffe von Militanten”, zitiert der Spiegel seine gestrige Aussage. Dann legte die Nachrichtenagentur Reuters gleich mit schönen Zitaten von Smiths Antrittsrede nach: “Früher mussten Extremisten Grenzen überqueren, um Anschläge zu planen”, bedauert Smith, “heutzutage passieren viele Dinge über das Internet”.

Weil sich die Terroristen mit diesem Medium absprechen könnten, um Anschläge von überall in der Welt zu planen und neue Attentäter zu rekrutieren, sei das Internet eigentlich eine Gefahr für diese Welt. Nun fordert Smith eine weltweite Aufklärungskampagne durch UNO-Behörden wie die UNICEF. Dabei sollten Internet-Café-Betreiber, Gemeinden und Einzelpersonen sollen über die Internet-Nutzung von Militanten unterrichtet werden.

Seine Aufrufe zur Blockwart-Mentalität (“Die Leute müssen aufpassen und bereit sein, mit den Behörden zu reden, wenn sie etwas Beunruhigendes bemerken.”) kommt nicht überall an. Und so hält sich Smith zurück und spricht nur sehr vage, man habe noch keine Antwort auf diese Sorge gefunden. (mk)

(Bild: conservativecalifornian.org/sacredcowburger.com)

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