Online-Übersetzer verursacht diplomatische Wirrnisse

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Israelische Journalisten nutzten für eine Befragung Yahoos Übersetzer Babelfish. Da das Überbleibsel aus den alten Altavista-Zeiten offenbar seither nicht modernisiert wurde, verursachte es einen kleinen dipomatischen Eklat.

Vergangene Woche erhielten Diplomaten des niederländischen Außenministeriums Fragen israelischer Journalisten. Einem Bericht der Jerusalem Post zufolge sorgte dies für diplomatische Wirrnisse: Die Texte wurden mit dem Tool Babelfish übersetzt, das Yahoo einst mit der früheren Suchmaschine Altavista erwarb.

Wenngleich die Babelfish-Übersetzungen in den vergangenen Jahren in Europa und Amerika für viel Heiterkeit sorgten, schienen die israelischen Journalisten nicht mit der Tücke von solchen Übersetzungstools vertraut zu sein.

Die Fragen, die die Gruppe von Autoren in einer E-Mail sendete, begannen mit “Hey Kumpel, 5 Fragen zu Ehren des Außenministers: Die Mutter deines Besuchs ist ein Schlaf zum Vorteil des Bettes in deinem Kopf zum Israelisch-Palästinensichen Konflikt?” – und so weiter.

Die fehlerhafte Übersetzung sei so weitergelaufen, weil Babelfish das hebräische Wort “ha’im” (das heißt “wenn”) verwechselte mit “‘ha’ima” (“Mutter”), berichtet die israelische Zeitung über den peinlichen Zwischenfall.

Viele weitere seltsame Worte und Fragestellungen kamen so zustande, etwa die “Iranisierung von Israel”. Ein israelischer Diplomat ist entsetzt: “Wie konnte so etwas überhaupt zustande kommen?”. (mk)

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