Internet-Pauschalgebühr soll Musikindustrie retten

WorkspaceZubehör

Musikpionier Peter Jenner kritisiert das bisherige Vorgehen der Plattenlabels: Nur eine Pauschalgebühr könne die Musikindustrie noch retten.

Peter Jenner hat seinerzeit Branchengrößen wie Pink Floyd und The Clash betreut. Er ist ein angesehener Musikmanager und kann über die derzeitige Vorgehensweise der Musikindustrie nur den Kopf schütteln: “Der Musiktausch im Netz ist nicht mehr aufzuhalten, die Tonträgerverkäufe kollabieren”, begründet Jenner, “Die Musiknutzung im Netz ist anarchisch”. Er sieht die bisherigen Bemühungen der Musikindustrie mit dem Internet Geld zu verdienen als falsch an. “Alle Systeme, mit denen bisher versucht wurde, mit Musik im Internet Geld zu verdienen, sind gescheitert”, begründet Jenner, “iTunes hilft Apple beim Verkauf von iPods, den Künstlern bringt es jedoch nichts”. In einem Interview mit dem österreichischen Rundfunk prognostiziert der Experte die Marktzukunft: “Mein Vorschlag dazu ist ein Gebührenmodell für die Nutzung von Musik über Breitband-Internet und 3G-Mobiltelefone. […] Diese soll rund drei Euro pro Monat kosten”.

Die sich daraus ergebenden Umsätze entsprechen dem, was die Musikindustrie “in ihren besten Jahren eingenommen hat”, meint der Musikmanager. Die derzeitigen Online-Marktpreise findet Jenner hingegen unangemessen: “Ich glaube, dass die Preisgestaltung für Musik im Netz schon immer falsch war. Wenn etwa ein Download für fünf Cent verkauft würde, hätten die Online-Tauschbörsen nicht so viel Zulauf”. (mr)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen