Amazon: “Versandpauschale” nur ein Zusatzdienst

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Die Amazon-Meldung, man wolle mit einer Jahresversandpauschale mehr Bestellungen erreichen, führte zu zahlreichen Fehlinterpretationen. Manche verstanden, dass jeder Kunde den Service abschließen müsse. Stimmt aber nicht.

Amazon verlange 29 Euro Jahresversandpauschale, hieß es in zahlreichen Meldungen. Dass der Dienst “Amazon Prime“, der nun in Deutschland auch verfügbar ist, an sich nur ein Zusatzservice ist, vertrat Amazon-Deutschland-Pressesprecherin Christine Högner mit allem Nachdruck – und rief umgehend alle Redaktionen an, deren Beitrag falsch verstanden werden könnte.

Der kostenlose Versand bei einem Mindestbestellwert von 20 Euro gelte nach wie vor. Wer allerdings häufiger bestellt, für den könnte sich die Anmeldung bei Amazon Prime lohnen; für kleinere Einzelbestellungen wären sonst durchaus mal mit 3 oder 4,95 Euro Versandkosten zu rechnen.

Jeff Bezos sagte 2005 zur Einführung des Dienstes in den USA: “Kuzrfristig werden wir dabei draufzahlen” . Das traf zu und wird wohl auch Deutschland erst einmal treffen. Doch vielleicht bestellen Kunden öfter mal kleinere Mengen – insgesamt lohnt es sich dann wieder für den Versandhändler.

Die Amazon-Pressemitteilung zählt die Vorteile einer Jahrespauschale auf: Prime-Kunden erhalten ihre Lieferungen per Premiumversand am nächsten Tag, ohne Mindestbestellwert. Zudem könnten bis zu vier weitere Personen eines Haushalts von der Mitgliedschaft profitieren. Und wer es ganz eilig habe, bekomme den Overnight-Express-Service für 5 Euro pro Artikel (statt wie bisher 13 Euro). (mk)

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