Motorola: Wo bitte gehts zurück zum Erfolg?

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Amerikas führender Mobiltelefon-Hersteller Motorola hat sich verlaufen. Nach langem Irrweg durch den üblen Sumpf der Roten Zahlen hat man zwar gerade wieder das rettende schwarze Ufer erreicht, doch das Mobilfunkgeschäft droht immer noch, zu versinken.

Die Motorola-Sparten Networks und Home Solutions wachsen und gedeihen und retten für den Konzern die Bilanz. Doch die Umsätze im so wichtigen Handy-Geschäft (Sparte Mobile Devices) brachen um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr weg. Bei einer Summe von nun noch 4,5 Milliarden Dollar (3,2 Mrd. Euro) ein gar stattliches Problem, zumal diese Einheit einen operativen Verlust von 138 Millionen Dollar (fast 100 Mio. Euro) “einspielt”.
Während die M-Handys es schafften, in Lateinamerika den Spitzenplatz unter den Marken zurück zu erobern, musste man im Boommarkt Indien eine Niederlage einstecken und die Führung abgeben. Am bittersten aber: im weltweiten Vergleich fiel Motorola hinter die südkoreanische Samsung zurück und gilt nur noch als die Nummer drei bei Mobiltelefonen. Wo ist nun der Ausweg? Ein Verkaufsschlager? Den hat man mit dem RAZR 2 (und seinem Vorgänger) im Prinzip doch schon. Bitter war sicher die Niederlage des Musikhandys ROKR. Nun versucht man, mit dem MotoROKR Z6m die Trendwende. Und für die Fans von einfachen, aber gut gemachten Lösungen gibt es zu Weihnachten das MotoPURE H12, dass in lauter Umgebung die Umgebungsgeräusche herausfiltern und so die Kommunikation mit dem Gesprächspartner verbessern soll. Zudem wurde das ansehnliche Handy mit aus edlen Materialien ergonomisch geformt – und lässt sich angeblich komfortabel dank Spezialhalter direkt am Ohr tragen. Ob diese Innovationen aus nun beim Konsumenten ankommen, wird sich bis zum Jahreswechsel zeigen. Klappt es nicht, wird es eng für die Mobilfunksparte. (rm)

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