Sony-CEO: Hätte, hätte, hätte …

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Die Zeit zurückdrehen würde er gerne, hat Sony-CEO Howard Stringer öffentlich erklärt, und eine Einigung der beiden sich bekämpfenden DVD-Format-Lager erzielen. Im Moment nämlich herrsche ein unnötiges Patt in diesem schwierigen Kampf.

Bemerkenswerten Optimismus angesichts gar nicht so berauschender Zahlen versprühte Stringer bei seinem Auftritt: Trotz der Preisoffensiven von Konkurrenz-Herstellern wie Toshiba, die HD DVD-Player im Weihnachtsgeschäft für 200 Dollar losschlagen wollen (die Hälfte von dem, was ein Blu-ray-Gerät kostet), und dem Wechsel von Paramount ins gegnerische Lager verkündete der Sony-Spitzenmann, man sei allenfalls bei einem Patt zwischen HD DVD und Blu-ray angelangt, und im Übrigen gehe es dabei sowieso nur ums Prestige.Natürlich hätte das alles besser laufen können, wenn man schon vor geraumer Zeit (als er selbst praktischerweise noch nicht dafür verantwortlich war) einen Kompromiss gefunden hätte, der durchaus möglich gewesen sei.

Jenseits des von Stringer verkündeten Patts (das in Wirklichkeit wohl eher als Eingeständnis einer Niederlage gewertet werden kann) zeigte sich der Manager in Sachen PS3 höchst positiv gestimmt: Das im Vergleich zur Wii-Konkurrenz mäßig verkaufende Gerät sei nach einer Preissenkung vor drei Wochen die am häufigsten verkaufte Konsole in Europa, und in den USA habe eine Preissenkung zur Umsatzverdoppelung geführt. Damit sei ein Comeback eingeläutet – bis zum Ende des fiskalischen Jahres im März sollen 10 Millionen PS3s über die Ladentheken wandern. [gk]

Sydney Morning Herald /AP