Vodafone: Mit Zungenbrecher gegen das iPhone

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Um in der wichtigen Vorweihnachtszeit gegen T-Mobile und sein iPhone anstinken zu können, setzt Vodafone auf das “Qbowl”.

Hinter dem wenig lokalisierten Begriff verbirgt sich ein nettes Smartphone des südkoreanischen Herstellers Samsung, das in aller Welt eigentlich unter dem viel griffigeren Kürzel F700 bekannt ist. Mit der Ankündigung Vodafones bestätigt sich ein Gerücht, dass wir schon im September in England aufgefangen hatten.
Unverständlich: Vodafone geht ebenfalls mit 399 Euro für seinen iPhone-Konkurrenten an den Start. Das riecht nach Preisabsprache. Auch startet der Verkauf beider Geräte am gleichen Tag. Und: T-Mobile wie auch Vodafone stimmen ihre gesamte Weihnachtskampagne nur auf jeweils dieses eine Modell ab.
Wenigstens bei den Tarifen tun sich dann Unterschiede auf. Während T-Mobile wohl kräftig zulangen wird, um die zusätzliche Belastung durch den Apple-Obolus hereinzuholen, gibt es bei den Düsseldorfern für knapp 100 Euro eine Monatspauschale, die Gespräche in alle deutschen Mobilfunk- und Festnetze umfasst. SMS wie auch E-Mails und Internet-Besuche sind damit ebenfalls abgegolten.

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Beim direkten Gerätevergleich sind weitere wichtige Unterschiede zu entdecken: Das dem iPhone optisch und funktionell recht ähnliche Qbowl/F700 besitzt eine herausschiebbare Tastatur. Wichtiger noch: Es beherrscht UMTS. Die Daten rauschen mit bis zu 3,6 Mbit/s durch den Äther – davon träumen iPhone- wie auch DSL-2000-Kunden nur.
Vodafone-Deutschlandchef Fritz Joussen stichelte denn auch: Langfristig werde sich nicht durchsetzen, was “technisch unterlegen” sei. Dafür gibt es leider Gegenbeispiele… (rm)

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