Deutsche Telekom: Winke-Winke zu den Kunden

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Und schwups haben sich in nur zwölf Wochen wieder eine knappe halbe Million Festnetzanschlüsse in Luft aufgelöst. Aufs Jahr hochgerechnet sind das 2 Millionen! Das hat Folgen.

Prompt kündigte Telekom-Boss und Top-Sanierer René Obermann an, es werde auch weitere Entlassungen im Konzern geben. Der Aufräumprozess gehe weiter und werde noch manche Überraschung für die Belegschaft bereithalten, da es im Inland eine so starke Konkurrenz gibt. Seien wir ehrlich: die konnte sich ja nur bilden, weil die Telekom jahrzehntelang an ihrem schlechten Image gefeilt hatte.
Was den Bonner Konzern momentan rettet, sind die Neukundenzahlen: Dem massiven Verlust bei den Festnetzanschlüssen stehen 504.000 neue Breitband- und 142.000 neue Mobilfunkkunden gegenüber. Das ergab folgende Geschäftszahlen für das dritte Quartal: Umsatz plus 1,4 Prozent auf 15,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis trat mit 5,1 Milliarden Euro weitgehend auf der Stelle. Wer genauer hinschaut, entdeckt aber, dass die Inlandsumsätze um 9,3 Prozent schrumpften. Aufgefangen wird das durch die mit gut 8 Milliarden bereits größeren Auslandsgeschäfte, die um kräftige 14 Prozent zulegten. Durch die vielen Sonderkosten durch den Umbau des Konzerns fiel der Nettogewinn um 87 Prozent auf 259 Millionen Euro. Alles gute Gründe für Obermann, den Aufräumkurs unbedingt fortzusetzen. (rm)

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