AMD wegen Geburtsfehler verklagt

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Advanced Micro Devices wurde gerade in Texas verklagt. Der Vorwurf: Man sei Schuld an der Geburt eines behinderten Kindes.

In Austin, Texas, erblickte Ryan Ruiz das Licht der Welt. Nicht etwa neulich, sondern vor 16 Jahren. Ihm fehlt ein Unterarm und seine kognitive Auffassungsgabe ist eingeschränkt. Das ist bedauerlich. Das könnte schlimme Folgen haben für AMD, denn erst jetzt (angestachelt durch geldgierige Anwälte?) fällt es der Mutter Maria Ruiz ein, dafür ihren ehemaligen Arbeitgeber zu verklagen. Für AMD werkelte sie von 1988 bis 2002 im Reinraum der Fab 14. Dort habe sie mit gefährlichen Chemikalien hantieren müssen, wodurch der Fötus geschädigt worden sei, argumentiert Anwalt Adam S. Ward. Er lässt sich von Steven Phillips aus der namhaften New Yorker Sozietät Levy Phillips & Konigsberg “helfen”, die schon IBM in einem ähnlichen Fall zur Strecke brachten.
Falls AMD diesen Fall gerichtlich oder auch per Vergleich “verlieren” sollte, drohen nicht nur millionenschwere Entschädigungen, sondern womöglich eine Flut von Nachahmungsklägern, denen plötzlich einfällt, dass ihnen damals auf dem Werksgelände ein Hammer auf den Fuß fiel… (rm)

EEtimes