„Sturmgeist89“ schießt in finnischer Schule um sich

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Das Vorspiel war ein Video bei YouTube, das angeblich bereits vor zwei Wochen veröffentlicht wurde. Es zeigte bei hämmernder Musik eine Schusswaffe, die auf eine Schule gerichtet war. Nach der letzten Zählung soll der 18jährige Amokschütze acht Menschen getötet haben.

Das Massaker fand in der Jokela-Sekundarschule rund 70 Kilometer nördlich der finnischen Hauptstadt Helsinki statt.

Bei YouTube wurde das Video umgehend gelöscht, nachdem das Massaker bekannt wurde. CNN zeigte später Ausschnitte aus dem Video, in dem der Schütze Schießübungen im Wald mit Äpfeln veranstaltete. Hochgeladen wurde es von einem Benutzer mit dem deutschen Nicknamen „Sturmgeist89“. Es hatte den Titel „Jokela-Sekundarschul-Massaker – 11/7/2007“.

Laut CNN hing der Verfasser und mutmaßliche Todesschütze einem elitären ideologischen Wahn an, demzufolge nur drei Prozent der Menschheit intelligent genug seien, um ein Lebensrecht zu haben, denn es gehe um das Überleben der Angepassteren. Er sei überdurchschnittlich intelligent, bescheinigte ihm sein Geschichtslehrer, und an Links- sowie Rechtsextremismus interessiert gewesen. Der Täter selbst erklärte, er sei ein „zynischer Existenzialist“ und bereit, sein Leben zu lassen. Er schoss sich nach dem Amoklauf selbst in den Kopf.

Überraschung löste auch die Tatsache aus, dass es in Finnland zu einem Schul-Amoklauf im US-Stil kam, da das finnische Schulsystem als absolut vorbildlich gilt.

(bk)

New York Times