Ex-Samsung-Jurist bezichtigt Firma der Bestechung

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Schwere Vorwürfe: Der koreanische Konzern soll tausende Dollar an Politiker und Staatsanwälte überwiesen haben.

Kim Yong-Chul , der 2002 bis 2004 Chef der Rechtsabteilung bei Samsung war, erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Wirklich alle Teile des Unternehmens sollen seinen Aussagen zufolge mit schwarzen Kassen arbeiten, um Beamte , Politiker und im Zweifelsfall auch Staatsanwälte zu bestechen.

Der Tageszeitung Kora Times zufolge forderte Kim die südkoreanische Polizei auf, “endlich” Ermittlungen durchzuführen. Viele Samsung-Manager würden nocfh immer unter fremdem Namen Bankkonten unterhalten. Der Mann bezichtigt sich selbst, aus solchen Konten speziell an Feiertagen 5.000 bis mehrere 10.000 Dollar an Staatsanwälte überwiesen zu haben,. Mit Unterstützung der Rechtshilfeorganisation katholischer Priester “CPAJ” will er nun sein Gewissen erleichtern.

Seinen Worten nach flossen Schmiergelder aus tausenden solcher Konten, die beteilgten Manager werde er der Polizei nennen. Eine Kopie eines internen Schreibens soll beweisen, dass Zahlungen auf Geheiß der Unternehmensführung stattfanden.

Samsung wies die Vorwürfe in einer noch am selben Tag veröffentlichten Stellungnahme zurück. Man werde sich gegen die “falschen Vorwürfe” verteidigen, denn der Ex-Unternehmensjurist habe in Unkenntnis der Buchführung Dokumente falsch interpretiert. (mk)

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