Warner Music stoppt Mobildeal aus Angst vor Piraterie

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Piratenmärchen aus 1001 Nacht. Die Hunde bellen, der Markt zieht weiter. War’s nicht so?

Nokia ist derzeit der Mobilfunkhersteller mit märchenhaften Hardwareumsätzen. Nun geht der finnische Taschentelefonkonzern daran, einen Music-Shop für (wer hätte das gedacht?) Mobiltelefone aufzubauen, über welchen die Universal Music Group, Sony BMG oder EMI bereits Songs anbieten. Warner Music, die vierte, von Pleite bedrohte Vertriebsfirma dieser Grössenordnung, weigert sich, einen Deal mit Nokia abzuschliessen. Der Grund? Nokia betreibt eine Art kontrollierte Filesharing-Plattform namens mosh, von welcher Musikstücke oder Filme nach Anfrage des Copyrightinhabers entfernt werden. Das ist den Kalifen von Warner Music aber nicht genug, sind sie doch immer noch voller Angst vor der mit allen Formen von Filesharing untrennbar verbundenen Piraterie. Mit anderen Worten: sie sind auf ihr eigenes Märchen hereingefallen. Inzwischen verkauft Nokia Songs der andere Vertriebe und Warner gehen reale Einnahmen durch die Lappen. Kein Mitleid von meiner Seite. [fe]

Ars Technica