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DOSSIERS

Rationalisierung kontra Datenschutz
RFID – Segen oder Fluch

von Christoph Römer 0

Geldsparen ist geil – dank RFID

Rationalisierung kontra Datenschutz

Gewiss: Die Nachteile und Risiken durch die Einführung von RFID-Technologie lesen sich wie ein Horrorszenario und sind sicherlich medienwirksamer als die durchaus bestehenden Vorteile. Eine Überschrift à la “Wir werden alle überwacht” ist nun einmal zugkräftiger als “Künftig weniger Arzneimittelfälschungen”. Doch eines steht fest: Das Einsparpotential durch RFID ist auch in den Bereichen, in denen es nicht um die Überwachung von Menschen geht, enorm.


(Bild: Arzneimittel könnten durch RFID-Chips fälschungssicherer werden)

So meint Klaus Dargahi von der Firma Smart-Tec, einem unabhängigen Entwicklungspartner für alle Themen rund um RFID: “RFID-Technologie kann allen Partnern entlang der Wertschöpfungskette Nutzen und Einsparpotential bringen. Wer jedoch welchen Nutzen hat, muss im Rahmen einer Prozessanalyse ermittelt werden”. Johannes Driessen von der OPAL Associates Holding AG, einer der größeren Komplett-Anbieterinnen im Barcode- und RFID Markt im deutschsprachigen Europa, geht sogar von 80 Prozent Fehlerreduktion aus. Udo Doege von Tec-Tus sieht das Einsparpotential immerhin noch bei 40 bis 60 Prozent.

Status Quo Vadis
Wir sehen uns im RFID-Bereich also einer schier unüberbrückbaren Kluft zwischen enormen Risiken und ebenso enormen Einsparpotentialen gegenüber, was in der momentanen Technikdebatte sicherlich einzigartig ist.

Fest steht: RFID wird immer polarisieren und vermutlich wird es nie zu einem Handshake zwischen Industrie und Datenschützern kommen.

Doch halt: Trotz der Diskrepanz scheint es die eine oder andere Schnittmenge zu geben. So ist auch ein Verein wie Foebud e.V. nicht ganz und gar gegen RFID-Technologie. Selbst der gute Alb
ert Einstein hat einmal gesagt “Alles was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden” und so gibt es durchaus “gute” bzw. unkritische RFID-Anwendungen.

Wichtig ist dabei, dass die gesammelten Daten nicht mit Personendaten verknüpft werden, so verlockend das auch manchmal sein mag – und dass die Daten lediglich zweckgebunden zum Einsatz kommen. Die herkömmlichen Datenschutzgesetze verbieten das Verknüpfen mit personenbezogenen ohnehin, auch für “herkömmliche” Techniken (also Briefe und Telefon).

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