DOSSIERS
Rationalisierung kontra Datenschutz
RFID – Segen oder Fluch
Kundendaten im Geheimen oder: Guck mal, wer da schnüffelt
Rationalisierung kontra Datenschutz
Ein ebenso ernstzunehmendes Datenschutzproblem entsteht durch den Einsatz von RFID-Chips zum Bezahlen von Waren. Denn wenn die Daten von Personen und die Daten von Waren jeweils mit RFID-Tags identifizierbar sind, entsteht durch die einfache Verknüpfung dieser Daten leicht ein KundInnenprofil, nach dem sich viele Einzelhändler die Finger lecken würden.
Die Information, Peter Mustermann habe sich am 12.10.2007 ein paar Sportschuhe in Größe 42 gekauft und danach noch einen Espresso getrunken, ist da noch ein harmloses Beispiel. Durch versteckte Lesegeräte, beispielsweise in Teppichen, könnte der Weg der gekauften Sportschuhe auch noch nach Monaten nachverfolgt werden. Das mag nach Science-Fiction klingen, doch ohne eine Kontrollinstanz dürften viele Unternehmen nicht lange fackeln und Daten sammeln und auswerten, was das Zeug hält.
Ein aktuelles Beispiel und vermutlich einer der größten Modellversuche zum Thema RFID im Einzelhandel ist der Future Store der Metrogroup. Mehr als 60 Kooperationspartner, unter ihnen SAP, IBM, T-Systems oder auch Intel haben sich hier zusammengefunden, um die Technik auch im Alltag salonfähig zu machen.
Gebracht hat es in den Medien vor allem Berichterstattung über die Gefahren der RFID-Technik, bei den Betreibern einen Reichtum an Erfahrungen und in den Köpfen der Verbraucher – erst einmal nichts.






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