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Rationalisierung kontra Datenschutz
RFID – Segen oder Fluch
Safety first oder: Schützt uns RFID vor Terrorismus?
Rationalisierung kontra Datenschutz
Ein gutes Beispiel für das mangelnde Bewusstsein im RFID-Bereich ist sicherlich die Einführung des neuen biometrischen Reisepasses seit 1. November 2005: Wenn man von ein paar vereinzelten Kommentaren in der Fachpresse absieht, regte sich hier nur wenig Widerstand – und das trotz des vergleichsweise hohen Preises von 59 Euro.
(Bild: RFID-Chip im Ausweis – Akzeptiert, weil niemand weiß, was das ist?)
Auch als herauskam, dass der neue biometrische Pass keineswegs so sicher ist, wie seitens des Innenministeriums erhofft und angekündigt, führte dies nicht zu einer Änderung der offiziellen Politik. Mittlerweile werden sogar die Fingerabdrücke auf dem pass-eigenen RFID-Chip abgespeichert.
Die von Foebud e.V. geforderte Einrichtung eines Gremiums, das Regeln und Gesetze zur gesellschafts- und demokratieverträglichen Einführung der RFID-Technologien entwickeln soll, wurde bis heute weder auf Bundes- noch auf europäischer Ebene umgesetzt.
Und doch ist das Thema Sicherheit und RFID auch für Unternehmen ein lukratives Thema. An der Hingerhill School im britischen Doncaster wurden beispielsweise Chips der Firma Darnbro in die Schuluniformen integriert und nach Planung des britischen Kinder-, Schul- und Familienministeriums sollen weitere Schulen folgen. Bewahrheitet sich die Prognose des herstellenden Unternehmens, das bereits ein entsprechendes Patent eingereicht hat, sind in diesem Bereich jährlich bis zu 300 Millionen englische Pfund an Umsatz zu erzielen. Eine Summe, datenschutzrechtliche Bedenken in den Hintergrund treten lässt.






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