Die funkenden Datenchips sind technisch in der Fachpresse schon ausführlich beschrieben und in der Publikumspresse als Big-Brother-Werkzeug verteufelt. Sie sind Rationalisierungsmotor für die einen – und Datenschutzgefahr für die anderen. PCpro-Autor Christoph Römer hat sich umgehört, wie der Stand der Diskussion ist.
Wachstumsmotor gegen “Kontrollator”
Rationalisierung kontra Datenschutz
RFID bzw. Radio Frequency Identification hat laut einer Einschätzung der EU-Kommission vom März 2007 das Potential, sich zu “einem wichtigen neuen Wachstums- und Beschäftigungsmotor zu entwickeln” . Glaubt man Prognosen, so werden bereits im Jahr 2010 weltweit rund 22 Milliarden Euro in die neue Technologie investiert.
Erst unlängst hat der Industrieverband AIM-Deutschland e.V. die Bereitstellung neuer Frequenzen für RFID-Transponder gefordert und befürchtet, dass anderenfalls Wettbewerbsnachteile für die Logistik- und Transportbranche drohen.
Expansion auf allen Fronten könnte man annehmen, wäre da nicht eine beträchtliche Zahl erbitterter RFID-Gegner wie beispielsweise der Verein Foebud e.V. mit Sitz in Bielefeld. Hier wurde sogar eine eigene Initiative mit dem viel sagenden Namen “Stop RFID” ins Leben gerufen, die eine unkontrollierte Einführung der Funkchips verhindern möchte.
Doch wer hat denn nun Recht? Ist RFID wirklich ein reiner Segen oder gilt es, die Funktechnik möglichst aus dem Alltag der Bevölkerung herauszuhalten?









