Einspruch: IBM und Novell wollen Verkauf von SCO-Firmenteilen verhindern

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Nachdem SCO nach langem und kostenspieligen Unix-Rechtsstreit Insolvenz und Gläubigerschutz anmeldete, will eine Investmentfirma wichtiger SCO-Anteile kaufen. Sowohl Novell als auch IBM haben da aber noch Rechnungen offen und sprechen sich deshalb gegen die Veräußerung aus.

Wesentliche Unternehmensanteile von SCO will die Investmentfirma York Capital übernehmen: Für 36 Millionen US-Dollar. SCO, noch unter Gläubigerschutz und damit sicher vor den Forderungen von IBM und Novell, die SCO seinerzeit mit Rechtsstreits rund um Linux und Unix traktierte, würde damit nicht nur seine wichtigsten Unternehmensteile (auch die unix-Sparte) verkaufen, sondern als neues Unternehmen nichts mehr mit den Forderungen der Kontrahenen zu tun haben.

Der Eilantrag, den SCO für das Investment beim Insolvenzgericht einreichen musste, stößt nun auf Widerstand von IBM und Novell: berichtet das Weblog Groklaw, das den Rechtsstreit seit Jahren verfolgt.

IBM und Novell wollen den Gläubigerschutz für SCO möglichst schnell aufheben lassen, um zumindest Teile ihrer Forderungen eintreiben zu können. (mk)

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